Die Südbuche

Die Südbuche

Geschichte und botanische Einordnung der Südbuche


Die Gattung Nothafagus umfasst etwa 50 Arten, die alle in der südlichen Hemisphäre beheimatet sind. Lange Zeit gehörte sie zur großen Familie der Fagaceae, die aus mehr als 900 Arten bestand. Die bekannteste davon ist zweifellos die in Europa weit verbreitete Rotbuche. In den letzten Jahren und nach einigen genetischen Untersuchungen an den Pollen wurde beschlossen, eine Familie speziell für diese Bäume und Sträucher zu gründen. Heute sind sie offiziell Teil der Nothofagaceae, die wiederum in 9 Gattungen unterteilt sind.
Die Schande über ihre Klassifizierung ist sehr alt: Unmittelbar nach ihrer Entdeckung wurden sie in Südamerika, Australien und Neuseeland mit Birkenbäumen kombiniert. In der Folge wurden einige Affinitäten (z. B. die Ähnlichkeit der Früchte) zu den Fagaceae festgestellt, weshalb sie den Spitznamen "falsche Buchen" erhielten. Dies bedeutet, dass der heutige botanische Name "Nothofagus" lautet. Später wurden andere Arten entdeckt, die aus Gebieten der Neuerkundung wie Neuguinea und Neukaledonien stammen.

Beschreibung Südbuche



Die Gattung Nothofagus setzt sich hauptsächlich aus hohen Bäumen zusammen, es gibt aber auch mittelgroße Sträucher. Es gibt immergrüne und laubwechselnde Arten, aber diese Eigenschaften werden in vielen Fällen vom Klima beeinflusst, in dem sie sich entwickeln. In der südlichen Hemisphäre sind sie fast überall verbreitet und haben sich entwickelt, um sich an verschiedene Umgebungen anzupassen, vom Boden bis zu sehr hohen Höhen.
Sie tragen normalerweise wechselständige, einfache, ganze oder gezahnte Blätter oder sogar mit gewellten Rändern. Sie wachsen sehr schnell und können vor allem in der Natur beeindruckend werden. Im Durchschnitt sind sie zwischen 15 und 40 Meter hoch und haben meist ein breites Säulenlager.

Verbreitung in Europa


Auf unserem Kontinent sind sie in privaten Gärten nicht weit verbreitet, und dies ist auf mehrere Faktoren zurückzuführen. Erstens handelt es sich um Pflanzen, die nicht leicht zu finden sind. zweitens sind für gesunde Exemplare ein bestimmtes Klima (mit gut verteiltem Niederschlag über das ganze Jahr und konstant hoher Luftfeuchtigkeit) sowie besondere Eigenschaften des Bodens (viele Arten bevorzugen saure Substrate) erforderlich. In Italien finden Sie schöne Exemplare in einigen öffentlichen oder privaten Parks. In Europa gibt es gute Populationen in Mitteldeutschland, an den Atlantikküsten Frankreichs und in Irland. In Großbritannien sind sie dank des günstigen Klimas auch in privaten Gärten etwas weiter verbreitet.

Hinweise zum Anbau



Für diejenigen, die eines in den Garten einsetzen möchten, wird empfohlen, es als isoliertes Exemplar oder zur Schaffung eines natürlichen Holzes zu verwenden. Besonders die rustikalsten Sorten können in Italien in Berggärten oder in der Nähe von Seen berücksichtigt werden. Wichtig ist, dass es im Frühjahr und Herbst regelmäßig regnet und die Luftfeuchtigkeit immer recht hoch ist.

Die Südbuche: Sorte der Südbuche


Hier sind einige der Sorten, die am besten zu unserem Klima passen.
Nothofagus alpina ist ein aus Argentinien stammender Laubbaum mit einer schönen konischen Krone und schnellem Wachstum (bis zu 25 m). Die Blätter sind lanzettlich, bis zu 10 cm lang, undurchsichtig und hellgrün. Im Frühling haben sie gelbe Farbtöne, während sie im Herbst orange und rot werden. Rustikale Pflanze, sehr anpassungsfähig und widerstandsfähig, sehr interessant als einzelnes Exemplar.
Nothofagus antarctica kleiner Laubbaum oder Strauch, heimisch in Südchile und Argentinien im Gebirgswald. Es hat eine breite Säulenlagerung und kann bis zu 15 Meter lang werden, ist aber auch viel niedriger. Die Blätter sind eiförmig und klein, höchstens 3 cm lang und haben einen schönen dunkelgrünen Glanz. Interessant ist auch die graue Rinde, die im Laufe der Zeit zum Reißen und Zerfallen neigt. Im späten Frühjahr bringt es männliche und weibliche Blüten mit einem Hauch von Rot hervor, gefolgt von Buchenfrüchten mit 3 kleinen Nüssen. Im Herbst wird das Laub intensiv gelb. Rustico
Nothofagus betuloides sehr rustikaler immergrüner Baum, der leicht 25 m hoch werden kann. Es hat 2 cm lange elliptische Blätter, die sich sehr verjüngen und an der Unterseite ein interessantes dunkelgrünes, fast schwarzes und blasses Aussehen haben. Die Rinde ist auch sehr dunkel und neigt zum Abplatzen. Ursprünglich aus Argentinien und Chile.
Nothofagus dombeyi imposanter immergrüner Baum (bis zu 40 m) mit hängenden Zweigen an der Spitze und dicht eiförmigen dunkelgrünen Blättern. Ursprünglich aus Argentinien und Chile, in einem bergigen Lebensraum.
Nothofagus obliqua sehr rustikaler Laubbaum, heimisch in Argentinien. Es wächst schnell, sogar bis zu 35 Metern. Sie hat bis zu 7,5 cm lange, eiförmige Blätter, im oberen Teil dunkelgrün, im unteren Teil blaugrün. Im Herbst verfärben sie sich von gelb über orange nach rot.
Nothofagus pumilio ist auch dieser Südamerikaner, der aus großen Wäldern stammt. Ein bisschen weniger rustikal. Es kann bis zu 25 Meter hoch werden, aber manchmal nimmt es einen buschigen Wuchs an, andere sehr säulenförmig. Die Blätter sind dunkelgrün, von länglich bis eiförmig. Die Rinde ist ein schönes lila-braunes.